Web 2.0 – Teil 1: Technologie und User
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[English title: Web 2.0 – Part 1: technology and users]

Willi Schroll, Andreas Neef
Web 2.0 – Was ist dran? Teil I
Contentmanager Magazin, 12/2006
 
Zusammenfassung: Das World Wide Web ist in weniger als einem Jahrzehnt erwachsen geworden. Die Jahre der großen Utopien, der Hype, das Börsenfieber, der kollektive Kater nach dem bösen Erwachen – all das liegt noch gar nicht so lange zurück. Heute reiben wir uns ungläubig die Augen, denn wie damals bevölkern viele bunte Start-Ups das Web und jede Menge euphorischer Verheißungen schwirren durch die Luft. Dabei sammeln sich die Evangelisten, Analysten und Investoren des neuen Web unter der wenig aussagekräftigen Flagge “Web 2.0”.
Der Versionssprung von 1.0 auf 2.0 suggeriert Umwälzendes und zeugt von erstaunlichem Selbstvertrauen. Tatsache ist, dass auf der Basis offener Webtechnologien viele hundert neuer Anwendungen, Geschäftsideen und zahllose Web 2.0-Portale entstanden sind.
Fakt ist auch, dass einige Portale ein Millionenpublikum eingesammelt haben. Auch in der Goldfieber-Phase von Web 1.0 wurden jedoch beeindruckende User-Volumina und traumhafte User-Zuwächse präsentiert. Das Spiel mit den User-Zahlen erwies sich allerdings allzu oft als Hütchenspiel – hinter dem Millionenheer der User standen selten nennenswerte Umsatzpotenziale. So erwiesen sich die steilen Exponentialkurven als Sättigungskurven mit Abwärtstrend, ein “Business” nach dem anderen kollabierte – nur wenige überlebten die harte Auslese.

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