wissensmanagement, Heft 2/2007 (Titelthema: Wissen und Intranet: Informationen intelligent verwalten)
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[English title: wissensmanagement, Issue 2/2007 (Special topic: Knowledge and Intranet: Organizing information intelligently)]

Titelthema
Wissen und Intranet: Informationen intelligent verwalten
Bis zu einer Stunde sucht jeder Wissensarbeiter täglich nach Informationen. Grund dafür sind unstrukturierte und dezentral verwaltete Daten. Eine Intranetlösung kann hier Abhilfe schaffen. Mit nur wenigen Klicks findet jeder Mitarbeiter genau die Informationen, die er gerade benötigt. Wie kann man Intranets benutzerfreundlich strukturieren? Wie erziele ich mit der Suchfunktion punktgenaue Treffer? Und wie organisiere ich die Zugriffsrechte standortübergreifend?
 

Editorial
Es lebe die Technik?

News

Praxis Wissensmanagement

Bildung und Wissen
Wissensgesellschaft – Quo vadis?
von Thomas Auer

20 Jahre nach der Konferenz von Lissabon traf sich der Europäische Rat zur Analyse, weshalb die im März 2000 formulierten Ziele nicht erreicht wurden. Die Staats- und Regierungschefs strebten damals an, Europa binnen zehn Jahren als weltweit führende Wissensgesellschaft zu etablieren. Als Vorbild sahen sie nun Indien, das sich in den vergangenen Jahren zur führenden Wirtschaftsmacht entwickelt hatte. Prof. Samoht Reua, indischer Minister für Wissensarbeit, führt diesen Erfolg auf den Regierungsentscheid im Jahr 2007 zurück, die Herausforderungen der Wissensgesellschaft konsequent anzunehmen. Was hat Indien anders gemacht als andere Wissenshochburgen? Und was können wir daraus lernen? Die Abschrift von Prof. Reuas Vortrag erklärt nicht alles, gibt aber einige Impulse.

Wissenstransfer
Wissensmanagement für Informationsprofis
von Ronny Porsch
Informationsabteilungen in Unternehmen generieren täglich neues Wissen. Gleichzeitig müssen sie vorhandenes Wissen als Produktionsfaktor effizient einsetzen. Internes Wissensmanagement spielt daher für Information Professionals eine herausragende Rolle. Die Praxis zeigt aber, dass ein organisierter Wissenstransfer in einem Team nur dann erfolgreich ist, wenn die individuellen Erfahrungen der Mitarbeiter genutzt und als Wissensbausteine effektiv verwaltet werden.

Customer Relationship Management
Jede Sekunde zählt: Wissensmanagement im Kundensupport
von Matthias Meyer, Thomas Unglert, Marko Straus
Erfolgreiches Wissensmanagement wird für immer mehr Unternehmen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb um den Kunden. Dies gilt insbesondere für Telekommunikationsanbieter, die sich durch ein Angebot weitgehend standardisierter Produkte und Dienste auszeichnen. Die Bedeutung produktspezifischer Merkmale tritt hier als Differenzierungsmerkmal in den Hintergrund. Die Qualität der angebotenen Serviceleistungen hat hingegen eine entscheidende Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Das setzt jedoch fundiertes Servicewissen voraus. Führende Telekommunikationsanbieter haben die Zeichen der Zeit daher längst erkannt: Innovatives Wissensmanagement ist für sie ein strategisches Werkzeug im Wettbewerb um Kunden und Märkte geworden.

Titelthema: Wissen und Intranet

Wissens-Intranet mit Bordmitteln
von Richard Schieferdecker, Michael Strothotte
Wie viel Geld ist von Unternehmen und Institutionen in den vergangenen Jahren in bedingt erfolgreichen Wissensmanagement-Projekten versenkt worden? Was haben sie dabei insbesondere in Wissensmanagement-Software investiert? Können sich speziell kleine und mittlere Firmen so etwas leisten? Und noch wichtiger: Glauben sie überhaupt noch an den Erfolg solcher Projekte? Der Easy-Knowledge-Ansatz macht Wissensmanagement für alle Unternehmen erschwinglich und umsetzbar.

Wissen in Bewegung: Fitness-Check für das Intranet
von Klaus Paustian, Janko Zehe
Die Techniker Krankenkasse (TK) betreut mit rund 10.000 Mitarbeitern an mehr als 200 Geschäftsstellen über sechs Millionen Versicherte. Veränderungen innerhalb der Organisation zogen einen grundlegenden Fitness-Check der internen Informationssysteme nach sich. Denn auch die Anforderungen an das interne Kommunikationsmedium hatten sich weiterentwickelt. Daher verordnete sich die TK eine Generalüberholung des internen Wissensmanagements und entwickelte gemeinsam mit namics das neue Intranet TK Know-how. Eineinhalb Jahre später lautet der Befund: Top in Form.

Enterprise 2.0: Neues Denken statt neue Technologien
von Simon Dückert
Wissensmanagement ist Mitte der 90er Jahre in Schwierigkeiten geraten, als IT-Hersteller den Begriff verwendet und mit ihren Systemen kommerzialisiert haben. Seitdem wird Wissensmanagement oftmals mit Informationstechnologie gleichgesetzt. [1] Wissensmanagement als wissensorientierte Unternehmensführung ist hingegen wenig verbreitet. Um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden, müssen sich Unternehmen allerdings zunehmend als sozio-technische Organisationen begreifen, in denen das soziale und das technische System miteinander in Wechselwirkung stehen.

Wissen teilen: Strategische Pharma-Allianzen
von Thomas Gerick
Über 20.000 forschende Unternehmen treiben heute den weltweiten Fortschritt in den Bereichen Biotechnologie und Pharma voran. Die entscheidenden technologischen Akzente setzen dabei meist die kleineren Biotech-Schmieden, darunter zahlreiche aus dem universitären Umfeld und viele Start up´s. Halbiert hat sich die Zahl der Medikamentenpremieren mit völlig neuen medizinischen Eigenschaften in den letzten 15 Jahre. Von weltweit 60 auf unter 30 jährlich. Derzeit können die global agierenden Konzerne pro Jahr mit durchschnittlich einer Innovation aufwarten, die das Zeug zum Blockbuster hat. Tendenz sinkend. Explodiert sind dagegen die Entwicklungskosten. Derzeit liegen sie bei 800 Millionen US-Dollar pro Medikament. Ein weiterer Faktor ist die Zeit: Von der Idee bis zur Markteinführung vergehen durchschnittlich zehn bis 15 Jahre. Diese gilt es zu verkürzen.

Wissen, verstehen, finden
von Marion A. Weissenberger-Eibl, Carsten Borchers
Das Informationsüberangebot und die daraus resultierende aufwändige Suche nach relevantem Wissen verschlingen in Unternehmen jährlich Millionen. Dieses ernstzunehmende Problem ergibt sich aus dem Spannungsfeld zwischen Information und Wissen. Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Begriffen ist daher die Grundlage für Intranets, Portallösungen und andere Informationstechnologien im Wissensmanagement.

Dokumentation + Kommunikation

Projektmanagement
Erfahrung sichern – Projektwissen transferieren
von Stefan Voigt, Martin Fischer, Mark Staiger
Projektarbeit gehört in den meisten Organisationen zum Tagesgeschäft. Oftmals agieren Projektteams dabei allerdings noch isoliert. Eine Vernetzung mit anderen Projekten findet kaum statt. Das führt zu Redundanzen und Mehrkosten. Darüber hinaus bleibt wertvolles Praxiswissen im Verborgenen. Doch gerade Projekterfahrungen sollten aufbereitet und offen kommuniziert werden. Erfahrungssicherungsworkshops sind ein effektives Mittel, dieses Wissen nachhaltig zu bewahren und wieder zu verwenden.

Messen und Bewerten
Wissensbilanzen in Hochschulen
von Frank Linde, Natalia Löwen
Die Entscheidung zur Förderung von Elite-Universitäten in Deutschland ist jüngst getroffen worden. Aber wie werden die Verantwortlichen dieser Hochschulen das Fördergeld einsetzen? Wer wird Rechenschaft über die Verwendung der Beträge ablegen? Und wie kann ein solcher Bericht aussehen? Die jetzt anstehenden Aufgaben sind nicht leicht zu erledigen und müssen mit großem Sachverstand angegangen werden. Denn im Gegensatz zu Wirtschaftsunternehmen, die über das notwendige finanzorientierte Berichtsinstrument verfügen, besitzen Organisationen im Bereich Bildung und Forschung keine Messsysteme zur Ausweisung von Geschäftserfolg.

Prozessoptimierung
Der Faktor Wissen im Business-Process-Management
von Matthias Ballod
Wissen und Information sind erfolgsrelevante Faktoren jedes Unternehmens. Ein Zuwenig ist ebenso problematisch wie ein Zuviel. Das gilt für alle Ebenen interner, externer, personaler und medialer Kommunikation. Das Problem ist lange erkannt, jedoch fehlt es in Theorie und Praxis an integrierten und organisationsorientierten Strategien. Eine Prozessoptimierung muss jedoch gerade im HR-Bereich ansetzen. Der Abgleich spezifischer Anforderungen und konkreter Adaptionen im Geschäftsprozess ist nicht mehr nur ein Thema für Konzerne, sondern auch eine Herausforderung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Sie werden sich diesem Feld verstärkt zuwenden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Human Resources

Wissenscontrolling
Wissenszuwächse messbar machen
von Ardeschyr Hagmaier
Jedes Jahr investiert die deutsche Wirtschaft knapp 18 Milliarden Euro in die Weiterbildung. Doch die Effektivität der Seminare, Trainings und Coachings ist umstritten: Zu selten gelingt der Wissenstransfer vom Seminarraum in die Praxis. Daher legen die Unternehmen immer mehr Wert darauf, dass Trainingserfolge nachprüfbar und messbar sind.

Blended Learning
Der Lern-Campus für Mitarbeiter
von Bernhard Kuntz
Wie können wir Hunderte von Mitarbeitern in kurzer Zeit schulen? Das fragen sich viele Unternehmen mit einem dichten Netz von Niederlassungen oder einem großen Außendienst. Führt zum Beispiel ein Autohersteller einen neuen Fahrzeugtyp ein, kann er nicht die Mitarbeiter aller Händler an einen Ort chauffieren, um sie dort zu qualifizieren. Er kann aber auch nicht das neue Fahrzeug im Norden der Republik bereits im Frühjahr und im Süden erst im Herbst anbieten, nur weil das Schulen der Mitarbeiter so lange dauert. Vor ähnlichen Herausforderungen stehen auch große Banken und Versicherungen immer wieder. Deshalb hat die Bausparkasse Schwäbisch Hall ein Lernkonzept entwickelt, mit dem das Unternehmen auch große Mitarbeitergruppen effizient und in kurzer Zeit weiterbilden kann.

Change Management
Personalmanagement im Wandel
von Thor Olafsson
Der Kampf um talentierte Fachkräfte wird in Deutschland von Jahr zu Jahr härter. Diese Entwicklung ist nicht nur bei der Rekrutierung neuer Mitarbeitern eine komplexe Herausforderung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen bestehende Fachkräfte halten und sie stetig weiterentwickeln. Laut offiziellen Prognosen wird es in Deutschland im Jahr 2050 nur noch etwa 67 Millionen Einwohner geben. Ein Drittel dieser Bevölkerung ist zu diesem Zeitpunkt 65 Jahre oder älter. Das heißt, Millionen junger, kluger und engagierter Fachkräfte fehlen dann auf dem Arbeitsmarkt – Tausende schon im Jahr 2007. Gleichzeitig erhöht die Unternehmensführung den Druck: Das Human Ressources (HR) Management muss seine Existenz rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund ist Outsourcing der Personalarbeit eine wachsende Bedrohung für das HR-Management vieler Unternehmen.

Trends

Unternehmensorganisation
Die Rolle der Querdenker
von Peter Schütt
Kleinere Produktinnovationen können Unternehmen im Rahmen ihrer normalen Prozesse leicht hervorbringen. Aber für größere Veränderungen und Erneuerungen bedarf es einer Zahl von Querdenkern, die auch entsprechend Gehör finden müssen. In Zeiten der sich globalisierenden Ressourcenfindung und bahnbrechenden Veränderungen in Innovationsprozessen durch die Nutzung des Wissens der Vielen kommt dem Aufbrechen des „Das haben wir schon immer so gemacht.“ eine besondere Bedeutung zu. Querdenker können dabei der kritische Erfolgsfaktor sein.

Messen
CeBIT 2007: Mehr Effizienz im Büro
von Nicole Körber
Ab dem 15. März ist es wieder soweit: Die CeBIT in Hannover öffnet ihre Hallen für Technikbegeisterte und Fachbesucher aus aller Welt. Zum Konzept der Messe gehört stets der internationale Erfahrungsaustausch über aktuelle Trends, innovative Produkte und Technologien, aber auch über neue Strategien und Anwendungsmöglichkeiten. Daher dreht sich auf der DMS-Area auch in diesem Jahr wieder alles rund um das Thema Dokumenten-Management.

Dokumentenmanagement
Produktdokumentation – Ein Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen
von Christiane Aigle
Bei der Entwicklung, Bereitstellung und Aktualisierung von Informationen im Unternehmen – dazu gehören Betriebsanleitungen, Datenblätter, Kataloge und Servicehandbücher – werden Optimierungspotenziale oft noch nicht erkannt und ausgeschöpft. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen wird die Produktdokumentation häufig als notwendiges Übel gesehen, das Entwickler und Ingenieure mit Unterstützung von Praktikanten und Teamassistenten nebenbei bewältigen sollen. Für den internationalen Markt sind Übersetzungen notwendig, die aber stiefmütterlich behandelt werden. Vielfach wird auch nicht beachtet, dass eine gute Produktdokumentation einen Beitrag zur Kunden und Produktzufriedenheit leistet.

Customer Knowledge Management
Kundenwissen generieren – aber wie?
von Uwe Middeke
Der Kunde ist König – wie häufig schreiben sich Firmen und Dienstleister dieses menschlich wie betriebswirtschaftlich wichtige Credo auf ihre Fahne. Leider sieht die Realität – Stichwort Servicewüste – häufig anders aus. In Anbetracht globaler Vernetzung und dem weltweit unmittelbar möglichen Zugang zu Informationen wird das erfolgreiche Management von (Kunden-)Wissen jedoch mehr und mehr zum Erfolgsfaktor für das Agieren im internationalen Wettbewerb.

Wissenswertes

Termine
Fachveranstaltungen für Wissensmanager

Buchvorstellung
Wissensmanagement im Mittelstand

Kolumne
Gesucht: Wissensmanagement (m/w)
von Elka Sloan

Lesen Sie die Artikel online.

© Büro für Medien, Oliver Lehnert
 


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