Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis, 16 (6), 2007 (Wandel der Arbeit) – interessante Artikel
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[English title: Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis, 16 (2), 2007 – interesting articles ]

Die Bedeutung der Kategorie Wissen für den Wandel der Arbeit   43-48
von Hermann Kocyba, Institut für Sozialforschung

Zus.: Auch wenn Wissen heute als entscheidender Wettbewerbsfaktor gilt, löst sich Produktionsarbeit nicht einfach in Wissensprozesse auf. Wissen erweist sich nur in Kombination mit Kapital und Arbeit als wertschöpfend, es tritt nicht an deren Stelle. Neue partizipative Steuerungskonzepte verändern gleichzeitig die traditionelle Wissensarchitektur des Unternehmens, tendenziell wird jeder zum Wissensarbeiter. Die zunehmende Wissensabhängigkeit wirtschaftlicher Prozesse geht nicht nur einher mit der Gefahr, zu wenig, zu spät oder das Falsche zu wissen, sondern schafft neue Risiken in Gestalt von Entscheidungsblockaden durch übergroße Datenmengen. Dies erfordert Selektionsfilter. Vor diesem Hintergrund erzeugt die neue Wissenspolitik im Unternehmen eine Tendenz zu Visualisierung, Simplifizierung und Standardisierung und gefährdet damit erreichte Partizipationsgewinne.

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Die Bedeutung von Wissen in der (Re-)Organisation der deutschen Bekleidungsbranche   58-65
von Linda Nierling, Martin Bechmann, ITAS

Zus.: Im vorliegenden Beitrag soll am Beispiel aktueller Entwicklungen der deutschen Bekleidungsbranche aufgezeigt werden, welche Bedeutung „Wissen“ in der (Re-)Organisation von Arbeit auf organisationaler [2] und individueller Ebene hat. Die strukturelle Entwicklung des deutschen Bekleidungssektors während der letzten Jahre impliziert, dass der Faktor Wissen im industriellen Wertschöpfungsprozess zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Dies lässt sich insbesondere in den Bereichen Logistik und Design zeigen. Die Logistik wurde durch den Faktor Wissen in ihrer Bedeutung im industriellen Wertschöpfungsprozess gestärkt, wohingegen sich Anforderungen und Arbeitsinhalte im Bereich Design wesentlich gewandelt haben. Es lässt sich zeigen, dass wissensbasierte Tätigkeiten inzwischen nicht nur für „neue“ Arbeitsformen charakteristisch sind, sondern ebenso in traditionellen Industriesektoren zu finden sind.

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© Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)


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